Obgleich Kryptowährungen sich als äußerst volatil erweisen, können sie dennoch, bei strategisch sinnvollem Einsatz, ihre Stärken ausspielen. Wie dies im Detail aussieht und welche anderen Assets für einen langfristigen und nachhaltigen Vermögensaufbau gewählt werden sollten, legt der Gründer der Ernst & Kollegen Wirtschaftskanzlei GmbH Michael Ernst dar.

Mischung und Dosis sind entscheidend

Die Beratung zur Vermögensbildung sollte immer auf Nachhaltigkeit, Ertragsoptimierung und Risikominimierung abzielen. Daher dürfte es überraschen, dass ein so volatiles Asset wie Kryptowährungen unter bestimmten Voraussetzungen auf der Empfehlungsliste steht.

Aus Renditegesichtspunkten ist es tatsächlich ratsam, verschiedene Kryptowährungen in Betracht zu ziehen. Die hohe Volatilität dieser noch sehr jungen Assetklasse hat nicht nur Nachteile. Sie bietet auch immer wieder Chancen, günstig einzukaufen und dementsprechend auf lange Sicht zu profitieren. Dazu bedarf es nicht einmal eines hohen Anteiles. Von Vorhaben, bei denen Menschen sich verschulden, um in den Kryptomarkt einsteigen zu können, ist dringend abzuraten. Chancen ergeben sich immer wieder und Ziel sollte es schlussendlich sein, das Risiko der Geldanlage nachhaltig zu minimieren. Ein Kredit für ein Kryptowährungsinvestment wäre viel zu riskant.

Die Drei-Speichen-Regel

Nur fünf Prozent der Menschen investieren nach der Drei-Speichen-Regel. Diese Regel wenden die wohlhabendsten Menschen der Welt an, um ihr Vermögen zu schützen und auszubauen. Bei der Drei-Speichen-Regel wird, wie der Name schon sagt, das eigene Geld auf drei Investitionsklassen aufgeteilt. Diese sind Immobilien, Edelmetall (z. B. Gold und Silber) sowie Infrastruktur- und Zukunftspläne.

Darüber hinaus empfiehlt es sich immer, eine gewisse Menge an Bargeld bereitzuhalten, um bei neuen Chancen nachkaufen zu können. Kryptowährungen sind im Bereich der Infrastruktur- und Zukunftspläne zu verorten. Welche Coins gewählt werden, hängt maßgeblich vom Kunden, seiner Vorerfahrung und seiner Risikoneigung ab.

Um von den Vorteilen und den Wachstumschancen der Kryptowährungen zu profitieren, reicht in den meisten Fällen eine Beimischung von fünf Prozent des Gesamtportfolios. Dieser Anteil kann sich zum Renditeturbo entwickeln und nachhaltig zum persönlichen Vermögensaufbau beitragen.

Kryptowährungen: ein vielversprechender Zukunftsmarkt

Obwohl Kryptowährungen bereits seit über einem Jahrzehnt in unterschiedlichsten Ausformungen und Ausrichtungen existieren, beschäftigen sich noch immer verhältnismäßig wenig Anleger damit. Nur ein relativ kleiner Teil der Menschheit hat bis dato dazu beigetragen, die verschiedenen Coins wertvoll zu machen und auf ihr derzeitiges Preisniveau zu bringen.

Dies legt die Vermutung nahe, dass, je mehr Menschen sich damit beschäftigen und davon Gebrauch machen, der Preis noch weiter steigt. Die zugrundeliegende Blockchain-Technologie wird ebenfalls dafür sorgen, dass sich zukünftige Generationen vermehrt mit dem kryptografischen Wertetransfer der verschiedenen Coins beschäftigen werden.

Mittlerweile sind Kryptowährungen tatsächlich zu einer ernstzunehmenden Anlageklasse geworden, die – richtig eingesetzt – ihr volles Potenzial für den Vermögensaufbau- und die Vermögensabsicherung entfalten kann.

Das Beste aus allen Bereichen

Mit der Drei-Speichen-Regel können mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Einerseits wird mit dem Immobilienanteil für Stabilität und moderates Wachstum gesorgt. Das sogenannte Betongold ist greifbar und sorgt für kalkulatorische Sicherheit. Die Edelmetalle gehen zwar nicht mit einer Verzinsung einher, stellen aber gerade in Krisenzeiten einen stabilen Anker dar, der das eigene Portfolio in sichere Bahnen bewegt.

Der Infrastruktur- und Zukunftsbereich sorgt dafür, dass spannende Technologien und renditeversprechende Investitionen eingegangen werden können. Das Besondere an dieser Art der Investition ist die geringe Korrelation der verschiedenen Investitionsklassen. Der Edelmetallmarkt agiert beispielsweise anders als die einzelnen Kryptowährungen. Immobilien wiederum entwickeln sich weitestgehend unabhängig von den anderen beiden Assetklassen. Das Bargeld sorgt dafür, dass Chancen an den verschiedenen Märkten immer wieder genutzt werden können.

Kryptowährung als sinnvolle Ergänzung beim Vermögensaufbau

Wenn Kryptowährungen mit Maß und Ziel eingesetzt werden, können sie eine sehr sinnvolle Ergänzung für das eigene Portfolio darstellen. Dabei darf jedoch keinesfalls Haus und Hof auf eine massive Wertsteigerung verwettet werden.

In der Kombination mit Edelmetallen und Immobilien können Kryptowährungen allerdings eine wichtige Rolle als Stabilisator und Renditeturbo spielen, da kaum Korrelationen mit den anderen Assetklassen bestehen.

Durch ratierliche Investments in verschiedene Coins kann die hohe Volatilität sogar von Vorteil sein, da die hohen Preisunterschiede dazu genutzt werden, einen günstigeren Durchschnittskurs zu erzielen. In jedem Fall lohnt sich beim komplexen Thema des nachhaltigen Vermögensaufbaus das Hinzuziehen von Experten in diesem Segment.

Autor:

Michael Ernst ist Vater, Unternehmer und Finanzexperte. Am meisten zeichnen ihn seine Sorgfalt sowie ethischen und moralischen Werte aus, durch die er für seine Kunden und Mandanten beste Ergebnisse im Vermögensaufbau schafft.

Nach einem Jahrzehnt Erfahrung in der Finanzdienstleistung gründete er im Jahr 2014 sein eigenes Unternehmen, das heute als die renommierte Ernst & Kollegen Wirtschaftskanzlei GmbH bekannt ist.

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